Eingangsanpassung & Impedanz
48 V Phantomspeisung
Drücken Sie den +48V-Schalter eines Kanals, um Phantomspeisung bereitzustellen. Die Versorgung beträgt 48 V ±4 V bei 10 mA pro Kanal und entspricht DIN 45596. Sie eignet sich für phantomgespeiste Kondensatormikrofone sowie Bändchenmikrofone mit aktiven integrierten Vorverstärkern.
Schalten Sie den Monitoring-Signalweg stumm und die Phantomspeisung aus, bevor Sie ein Mikrofon anschließen oder trennen. Aktivieren Sie Phantomspeisung nur für Mikrofone oder aktive Geräte, die sie benötigen.
−10 dB Pad
Die Kanäle 1 und 2 verfügen über ein −10-dB-Pad für hohe Eingangspegel. Die tatsächliche Abschwächung variiert mit der gewählten Eingangsimpedanz des Mikrofonvorverstärkers. Nutzen Sie daher beim Einstellen des Kanals die Pegelanzeigen und Ihr Gehör.
Polaritätsumkehr
Drücken Sie ø, um die Polarität eines Kanals um 180 Grad zu drehen. Achten Sie zuerst auf eine sorgfältige Mikrofonpositionierung und vergleichen Sie anschließend bei einer Mehrmikrofon-Anordnung die Polaritätseinstellungen, um das vollste und stabilste Tieftonergebnis zu erzielen.
Typische Beispiele sind das Kick-Mikrofon im Verhältnis zu den Drum-Overheads oder ein Snare-Mikrofon unterhalb der Trommel im Verhältnis zum oberen Snare-Mikrofon.
Denken Sie immer daran, die Phase zu prüfen.
Durchstimmbarer Hochpassfilter
Der Hochpassfilter ist ein Filter zweiter Ordnung mit 12 dB/Oktave und einem einstellbaren Bereich von 25–250 Hz. Drücken Sie den Filter-Schalter, um ihn zu aktivieren, und stellen Sie anschließend die Grenzfrequenz mit dem HPF-Regler des Kanals ein. Verwenden Sie ihn, um die Aussteuerungsreserve zu erhöhen und tieffrequentes Rumpeln oder unerwünschte Tieftonenergie zu entfernen.
Variable Eingangsimpedanz
Jeder Kanal bietet drei Lastimpedanz-Einstellungen für den Mikrofoneingang:
| Einstellung | Eingangsimpedanz |
|---|---|
| LO | 220 Ω |
| MED | 1,2 kΩ |
| HI | 2,8 kΩ |
Die Quellimpedanz des Mikrofons und die Lastimpedanz des Vorverstärkers bilden einen frequenzabhängigen Spannungsteiler. Eine Änderung der Last kann daher Pegel, Transientenverhalten, Frequenzgang, Detailwiedergabe und wahrgenommenen Klang des Mikrofons verändern.
Mikrofone mit Transformatorausgang, beispielsweise ein SM57, SM7 oder Coles 4038 Bändchenmikrofon, können deutliche Veränderungen zeigen. Das Quellhandbuch verwendet ein SM57 mit einer beispielhaften Quellimpedanz von 310 Ω bei 1 kHz, um die Wechselwirkung zu demonstrieren. Für Bändchenmikrofone wird angemerkt, dass sie häufig hochohmige Eingänge bevorzugen.
Achten Sie beim Vergleich der Einstellungen auf:
- Pegeländerung
- Änderung von Geschwindigkeit oder Transientenverhalten
- Änderung von Klang oder Frequenzgang
- Änderung der Detailwiedergabe
Das Quellhandbuch beschreibt den allgemeinen Hörbereich als Bewegung zwischen schnell/detailliert, weich/hart und verklebt/langsam, wobei die Positionen HI, MED und LO unterschiedliche Punkte in diesem „Klangdreieck“ liefern.
Transformatorlose Kondensatormikrofone mit elektronisch gepufferten Ausgängen können sich nur wenig oder gar nicht verändern, weil ihre Ausgangsimpedanz über die Frequenz linearer verläuft. Im Zweifel beachten Sie die Angaben des Mikrofonherstellers.