Mischpultarchitektur
Aufbau des Mischpults
Die folgende Übersicht kennzeichnet die wichtigsten Bereiche der Bedienoberfläche und die Anschlussgruppen auf der Rückseite.
In-Line-Architektur
Jeder ASP4816-HE Eingangskanal enthält zwei unabhängige Signalwege im selben physischen Kanalzug:
- SF (Short Fader) — normalerweise der Mic/Line-Aufnahmepfad.
- LF (Long Fader) — normalerweise DAW-Return sowie Monitoring-/Mixpfad.
Bei deaktiviertem FLIP:
- Mic/Line → SF
- DAW → LF
Bei aktiviertem FLIP:
- Mic/Line → LF
- DAW → SF
Beleuchtete MIC/DAW-Anzeigen zeigen, welcher Eingang dem jeweiligen Pfad aktuell zugeordnet ist.
EQ zwischen den Pfaden teilen
Die HF/LF-EQ-Sektion und die MID-EQ-Sektion besitzen jeweils eine SF-Taste.
- Bei deaktivierter SF-Taste liegt die jeweilige EQ-Sektion im LF-Pfad.
- Bei aktivierter SF-Taste wird die jeweilige EQ-Sektion in den SF-Pfad verschoben.
Beide EQ-Sektionen können daher gemeinsam im LF-Pfad, gemeinsam im SF-Pfad oder auf beide Pfade verteilt werden.
Wird EQ in den SF-Aufnahmepfad verschoben, kann seine Bearbeitung mit aufgenommen werden. Verbleibt der EQ im LF-Monitoring-Pfad, beeinflusst er das dort gehörte Signal, ohne den Mic/Line-Aufnahmepfad zu verändern.
Aux-Sends zwischen den Pfaden teilen
Auch Aux-Paare können zwischen LF und SF umgeschaltet werden. Jedes Paar kann für den ausgewählten Pfad pre- oder post-fader arbeiten.
Typische Systemkonfiguration
Das Mischpult kann zwischen Musikern, DAW, Outboard-Prozessoren, Foldback-/Kopfhörerverstärkung und mehreren Monitorpaaren eingesetzt werden. Bus-Ausgänge speisen das Aufnahmesystem, DAW-Returns kehren ins Mischpult zurück und Insert-Sends/-Returns ermöglichen die serielle Einbindung externer Prozessoren.
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