Mixer & Kanalzüge
Horizon Control Mixer.
Der Mixer ist der zentrale Arbeitsbereich in Horizon Control. Er führt die Eingänge des Horizon 8P, die Computerwiedergabe und das Monitoring mit niedriger Latenz an einem Ort zusammen. So können Sie Quellen einrichten und die benötigte Abhörmischung erstellen, ohne den in Ihrer DAW aufgezeichneten Pegel zu verändern.
In Horizon Control arbeiten
Horizon Control öffnet sich im Mixer. Verwenden Sie die Seitennavigation, um zu den separaten Ansichten Monitor oder Metering zu wechseln, wenn Sie eine größere Darstellung dieser Funktionen benötigen, und öffnen Sie Hardware Settings für Geräte-, Clocking- und Routing-Konfigurationen. Die Navigation kann eingeklappt und die Größe des Anwendungsfensters geändert werden, wenn Sie dem Mixer mehr Bildschirmfläche geben möchten.
Die aktuelle Clock-Quelle und Abtastrate bleiben während der Arbeit sichtbar. Doppelklicken Sie auf eine der Statusanzeigen, wenn Sie die entsprechende Einstellung in Hardware Settings ändern möchten.
Kanalzüge verstehen
Jeder Kanalzug stellt eine Quelle dar, die dem Horizon-Monitoring-System zur Verfügung steht. Oben im Kanalzug werden die Kanalnummer, das zugehörige Horizon-Gerät und der Hardwarekanal sowie der Kanalname angezeigt. Doppelklicken Sie auf den Namen, um die Standardbezeichnung durch einen für die Session hilfreichen Namen wie Vocal, Guitar oder Playback zu ersetzen.
Beim Horizon 8P bieten die analogen Eingangskanalzüge außerdem Zugriff auf den Preamp vor dem Monitoring-Bereich.
Verwenden Sie Input Gain zum Einstellen des Analogpegels.
Wählen Sie über das Dropdown-Menü die gewünschte Quelle Mic/Line, D-sub Line oder Instrument.
Aktivieren Sie bei Bedarf +48V, Pad oder den Hochpassfilter. Die Instrument-Eingänge an der Frontseite stehen auf den Kanälen 1 und 2 zur Verfügung.
ORBIT verändert die Impedanz des Mikrofoneingangs, was die Wechselwirkung mancher Mikrofone mit dem Preamp beeinflussen kann. Wählen Sie Low für 220 Ω, Medium für 1200 Ω oder High für 2800 Ω. Die im Kanalzug angezeigten Bedienelemente ändern sich entsprechend dem ausgewählten Eingangstyp. Einstellungen, die für die aktuelle Quelle nicht gelten, werden ausgeblendet.
ORBIT ist nicht verfügbar, wenn der Eingangsmodus auf Line Return eingestellt ist.
Eine Monitormischung erstellen
Der untere Teil jedes Kanalzugs dient dem Monitoring. Er ist bewusst vom Aufnahmepfad getrennt: Das Bewegen eines Monitoring-Faders, Änderungen an Pan sowie das Stumm- oder Soloschalten eines Kanals verändern das Signal in der aktiven Mischung, ohne den Eingangspegel zu verändern, der an die DAW gesendet wird.
Verwenden Sie den Fader, um den Kanalpegel im aktuellen Main oder Independent Mix einzustellen, Pan für die Position im Stereofeld und Mute oder Solo, wenn Sie einen Kanal bei der Kontrolle der Balance entfernen oder isolieren möchten. Kanäle können bei Bedarf auch als Mono- oder Stereopaare verwendet werden. Der Monitoring-Fader reicht von −∞ bis +6 dB und startet bei Unity Gain, während der Kanalmeter eine eigene Skala bis 0 dBFS verwendet.
Diese Trennung zwischen Eingangs- und Monitorpfad ist bei Aufnahmen besonders hilfreich: Sobald das Preamp-Gain korrekt für die DAW eingestellt ist, können Sie die Mischung für den Musiker oder den Regieraum weiter verändern, ohne den aufgezeichneten Pegel zu beeinflussen.
Digital- und Computerwiedergabekanäle
ADAT-Eingänge erscheinen im Mixer neben den analogen Eingängen, zeigen jedoch keine Horizon-Preamp-Bedienelemente, da ihr Gain eingestellt wird, bevor das Signal Horizon erreicht. Die Anzahl verfügbarer Digitalkanäle folgt dem ausgewählten Digitalmodus und der Abtastrate.
Computerwiedergabe erscheint als Virtual Channels. Horizon 8P bietet 32 Virtual Channels, die standardmäßig als 16 Stereopaare angezeigt werden und bei Bedarf auf Mono umgestellt werden können. Verwenden Sie sie, um DAW- oder andere Computerwiedergabe in dieselben Monitoring-Mischungen wie die Live-Eingänge des Horizon zu führen.