Analoge Eingänge und Inserts
iD24 verfügt über zwei rückseitige Mic-/Line-Eingangskanäle, einen JFET-Instrumenteneingang auf der Vorderseite für Kanal 1 sowie symmetrische Insert-Send-/Return-Anschlüsse für beide analogen Kanäle.
Mikrofoneingänge
Die beiden Audient Console Mic Preamps bieten 0 bis +58 dB analogen Gain. Jeder Mikrofoneingang besitzt eine symmetrische Eingangsimpedanz von 3 kΩ und akzeptiert bei minimalem Gain einen maximalen Eingangspegel von +12 dBu.
Schließen Sie Mikrofone mit XLR-Kabeln an.
Line-Eingänge
Schließen Sie Geräte mit Line-Pegel an den TRS-Teil eines der rückseitigen Kombi-Eingänge an. Der Line-Eingang wird vor der Einspeisung in dieselbe Audient-Vorverstärkerarchitektur bedämpft und bietet eine symmetrische Eingangsimpedanz von 10 kΩ, einen Gain-Bereich von -10 bis +48 dB und einen maximalen Eingangspegel von +22 dBu.
Instrumenteneingang
Der Class-A-JFET-DI-Eingang auf der Vorderseite ist ein unsymmetrischer 6,35-mm-TS-Eingang mit 500 kΩ Eingangsimpedanz. Seine JFET-Stufe ist darauf ausgelegt, Quellen wie Gitarre und Bass einen geringen Anteil musikalischer Färbung bzw. harmonischen Charakters hinzuzufügen. Das Einstecken eines Klinkensteckers in den Instrumenteneingang überschreibt den rückseitigen Mic-/Line-Eingang von Kanal 1.
48V-Phantomspeisung
Die beiden 48V-Schalter aktivieren unabhängig voneinander die Phantomspeisung an den Mikrofon-XLR-Eingängen.
Aktivieren Sie die Phantomspeisung nur, wenn das angeschlossene Mikrofon/Gerät sie benötigt. Phantomspeisung wird ausschließlich an den XLR-Mikrofoneingang geliefert. Sie liegt weder am TRS-Line-Eingang noch am Instrumenteneingang auf der Vorderseite an.
-10-dB-Pad
Jeder Eingangskanal verfügt über ein -10-dB-Pad. Verwenden Sie es, wenn eine Quelle für die benötigte Gain-Einstellung zu hoch ausgesteuert ist oder zusätzlicher analoger Eingangs-Headroom erforderlich ist.
Hochpassfilter
Jeder Analogeingang besitzt einen 100-Hz-Hochpassfilter. Verwenden Sie ihn, um unerwünschte tieffrequente Energie wie Griffgeräusche, Rumpeln oder übermäßigen Nahbesprechungseffekt vor der Wandlung zu reduzieren.
Symmetrische Inserts
Jeder Analogeingang umfasst einen symmetrischen Insert-Send und -Return vor dem ADC.
- Insert Send: symmetrisch, Ausgangsimpedanz <100 Ω, Maximalpegel +22 dBu.
- Insert Return / direkter ADC-Eingang: symmetrisch, Eingangsimpedanz >10 kΩ.
- Wird nur der Send belegt, wird der interne Signalpfad nicht unterbrochen. Dadurch kann das Vorverstärkersignal parallel an ein externes Ziel ausgegeben werden.
- Wird der Return belegt, wird der normalisierte Pfad unterbrochen und das Return-Signal direkt zum ADC geroutet.
Dank dieses halbnormalisierten Verhaltens kann ein externer Prozessor zwischen Send und Return eingeschleift oder der Send als paralleler Ausgang verwendet werden, ohne das Vorverstärkersignal aus dem iD24 zu entfernen.
Direkter Zugriff auf den ADC
Um den Mic-/Line-Vorverstärker des iD24 zu umgehen und einen Wandler direkt zu speisen, schließen Sie ein symmetrisches Line-Signal an den entsprechenden Insert Return an. Der ADC-Kalibrierpunkt beträgt +12,5 dBu = 0 dBFS.
Die direkte ADC-Kalibrierung von +12,5 dBu entspricht nicht dem maximalen Pegel, den der normale analoge Line-Eingangspfad akzeptiert. Der rückseitige Line-Eingang kann bis zu +22 dBu verarbeiten, bevor die analoge Eingangsstufe clippt.
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