Glossar
A–C
ADAT
Ein mehrkanaliges digitales Audioformat, das über eine optische TOSLINK-Verbindung übertragen wird.
ORIA kann über jeden ADAT-Eingang bei 44,1 oder 48 kHz bis zu acht Kanäle empfangen. Bei 88,2 oder 96 kHz sind es über SMUX vier Kanäle pro Eingang.
AES/EBU
Ein professionelles digitales Audioformat, das zwei Audiokanäle pro AES-Datenstrom überträgt.
ORIA stellt acht AES-Ausgangsströme mit insgesamt 16 Audiokanälen bereit.
AoIP
Audio over IP. Audio wird zwischen kompatiblen Geräten über ein Ethernet-Netzwerk übertragen.
ORIA unterstützt AoIP über die optionale Dante-Erweiterungskarte.
ASIO
Audio Stream Input/Output. Ein latenzarmes Audiotreiber-System, das von professionellen Audioanwendungen unter Windows verwendet wird.
BNC
Ein verriegelbarer Koaxialanschluss, der bei ORIA für Word Clock Input und Word Clock Output verwendet wird.
Clock Controller
Das Gerät, das den anderen Geräten in einem verbundenen digitalen Audiosystem das Clock-Signal bereitstellt.
Nur ein Gerät sollte als Clock Controller arbeiten.
Clock Peripheral
Ein digitales Gerät, das sich mit einem von einem anderen Gerät bereitgestellten Clock-Signal synchronisiert.
Clock Source
Das Signal, das ORIA zur Bestimmung des digitalen Audio-Timings verwendet.
ORIA kann seine interne Clock verwenden oder sich über ADAT, BNC Word Clock oder AoIP mit einer kompatiblen externen Quelle synchronisieren.
Core Audio
Das in macOS integrierte Audiosystem.
ORIA verwendet auf einem Mac Core Audio und benötigt keinen separaten Audiotreiber.
Crossover
Ein Filter, das ein Audiosignal nach Frequenzen aufteilt.
Wenn Bass Management aktiviert ist, können Frequenzen unterhalb der gewählten Crossover-Frequenz aus einem Lautsprecherausgang entfernt und zu einem Subwoofer umgeleitet werden.
Cue-Mix
Ein separater Monitoring-Mix, der normalerweise für einen Musiker über Kopfhörer erstellt wird.
Der latenzarme Software-Mixer von ORIA stellt die Mixes Cue A und Cue B bereit.
D–F
Dante
Ein von Audinate entwickeltes AoIP-System zur Übertragung von Digital Audio und Clock-Informationen über ein Ethernet-Netzwerk.
Dante Controller
Die Anwendung zur Konfiguration von Routing, Sample-Rates und weiteren Einstellungen für Geräte in einem Dante-Netzwerk.
DAW
Digital Audio Workstation. Software zum Aufnehmen, Bearbeiten, Mischen und Wiedergeben von Audio.
dB
Dezibel. Eine Einheit zur Angabe einer relativen Änderung des Signalpegels.
dBFS
Dezibel relativ zu Full Scale. Eine Maßeinheit für digitale Audiopegel, bei der 0 dBFS dem maximal möglichen digitalen Pegel entspricht.
dBu
Eine Maßeinheit für analoge Signalpegel bezogen auf 0,775 Volt RMS.
Delay
Eine Kalibrierungseinstellung, die ein Lautsprechersignal um eine festgelegte Zeit verzögert.
Mit Delay lässt sich der Schall von Lautsprechern ausrichten, die unterschiedlich weit von der Hörposition entfernt sind.
DIM
Eine Monitoring-Funktion, die den Lautsprecherpegel von ORIA vorübergehend um den im System Panel konfigurierten Wert reduziert.
Downmix
Eine Version eines Mehrkanal-Mixes, die über weniger Lautsprecherkanäle wiedergegeben wird.
Ein Dolby-Atmos-Mix kann beispielsweise auf 7.1, 5.1, Stereo oder Mono heruntergemischt werden.
DSP
Digital Signal Processing.
Der integrierte DSP von ORIA verarbeitet Kalibrierung, Routing, Pegel, Delay, Crossover und Monitoring direkt in der Hardware.
EUCON
Ein von Avid entwickeltes Steuerprotokoll.
EUCON ermöglicht kompatiblen Avid-Oberflächen und der Avid Control App die Steuerung von ORIA über EuControl.
Favourite Profile
Eines von vier Profiles, die für den direkten Zugriff über die ORIA-Frontplatte und unterstützte Remote-Control-Integrationen zugewiesen sind.
Firmware
Software, die in der ORIA-Hardware gespeichert ist.
Firmware-Updates können Funktionen hinzufügen, Probleme beheben und die Kompatibilität mit ORIA Control aufrechterhalten.
G–M
Global Delay
Ein Delay, das auf alle Lautsprecherausgänge angewendet wird.
Damit kann Audio beispielsweise mit der Videowiedergabe synchronisiert werden.
Immersive Audio
Ein Mehrkanal-Audioformat, das Lautsprecher um und oberhalb der Hörposition verwendet, um ein dreidimensionales Schallfeld zu erzeugen.
Input Source
Der aktuell für das Monitoring über ORIA ausgewählte Audiopfad.
Verfügbare Quellen können USB, ADAT, Dante und die Ausgänge des ORIA Software-Mixers umfassen.
Latenz
Die Zeit, die ein Audiosignal benötigt, um ein System zu durchlaufen.
Mit dem latenzarmen Software-Mixer von ORIA können eingehende Signale abgehört werden, ohne zuvor die DAW zu durchlaufen.
LFE
Low-Frequency Effects. Ein eigener Kanal für tieffrequente Inhalte in Surround- und immersiven Formaten.
Der LFE-Kanal ist getrennt von Bassanteilen, die über die Crossover-Verarbeitung von ORIA zu einem Subwoofer umgeleitet werden.
Line Level
Der übliche Signalpegel zwischen professionellen Audiogeräten wie Interfaces, Mischpulten, Monitor Controllern und aktiven Lautsprechern.
Low-Latency Software Mixer
Der in ORIA Control integrierte Mixer.
Er erstellt einen Master Mix und zwei Cue-Mixes und ermöglicht dabei das Monitoring eingehender Signale mit minimaler Latenz.
Master Bypass / Global Bypass
Zwei Bezeichnungen, die in der ORIA-Dokumentation und den Remote-Control-Layouts für die übergreifende Bypass-Funktion der Kalibrierung verwendet werden.
Die ORIA Control-Dokumentation verwendet die Bezeichnung Master Bypass, während das mitgelieferte EUCON-Layout Global Bypass verwendet.
Mit der Funktion kann das Lautsprechersignal abgehört werden, während die DSP-Einstellungen von ORIA umgangen werden.
Master Mix
Der Hauptausgangsmix, der im latenzarmen Software-Mixer von ORIA erstellt wird.
Er wird normalerweise vom Engineer für das Studio-Monitoring verwendet.
Mono
Eine Monitoring-Funktion, die linken und rechten Kanal zur Prüfung der Monokompatibilität summiert.
Die Funktion wirkt auf den linken und rechten Stereokanal und summiert nicht sämtliche Kanäle einer Surround- oder immersiven Konfiguration.
Monitor Controller
Ein Gerät zur Auswahl von Monitoring-Quellen, Steuerung der Lautsprecherlautstärke und Ausführung von Funktionen wie Mute, DIM, Mono und Lautsprecher-Auditioning.
Mute
Ein Bedienelement, das den ausgewählten Ausgang, Lautsprecher oder die ausgewählte Lautsprechergruppe stummschaltet.
P–R
Phantom Power
Eine Gleichspannung, die über einen XLR-Mikrofonanschluss bereitgestellt wird, um kompatible Kondensatormikrofone und andere aktive Geräte mit Strom zu versorgen.
ORIA liefert 48 V Phantomspeisung.
Polarity
Die positive und negative Ausrichtung eines Audiosignals.
Die Polarity-Funktion von ORIA kehrt die Polarität des linken Kanals um und summiert ihn mit dem rechten Kanal. Dadurch werden mittig gepannte Inhalte abgeschwächt und die Stereo-Differenzinformation wird hörbar.
Die Funktion wirkt auf den linken und rechten Stereokanal.
Einige mitgelieferte Remote-Control-Layouts können diese Funktion als Phase bezeichnen.
POST Metering
Metering nach dem Ausgangs-DSP von ORIA.
POST Metering berücksichtigt auch Änderungen, die mit der Lautstärkesteuerung von ORIA vorgenommen werden.
PRE Metering
Metering der Signale, die ORIA vor Lautsprecherkalibrierung und Ausgangslautstärke-Verarbeitung erreichen.
Profile
Eine Sammlung aus Lautsprecherkonfigurations-, Kalibrierungs- und Monitoring-Pegeleinstellungen, die auf ORIA gespeichert wird.
Ein Profile enthält die Lautsprecherkonfiguration, EQ-, Trim-, Delay- und Crossover-Einstellungen jedes Ausgangs sowie den gespeicherten Ausgangspegel. ORIA kann bis zu 32 Profiles speichern.
Reference Level
Eine vordefinierte Monitoring-Lautstärke, die als Bestandteil eines ORIA Profile gespeichert wird.
Renderer
Software oder Hardware, die einen immersiven Audio-Mix in die für die gewählte Lautsprecherkonfiguration erforderlichen Signale umwandelt.
ORIA kann zur Downmix-Steuerung mit einem kompatiblen Dolby Atmos Renderer kommunizieren.
Return to Reference
Eine Monitoring-Funktion, die ORIA auf den im aktiven Profile gespeicherten Referenz-Abhörpegel zurücksetzt.
S–Z
Sample Rate
Die Anzahl der Messungen eines digitalen Audiosignals pro Sekunde.
ORIA unterstützt 44,1, 48, 88,2 und 96 kHz. Alle digital verbundenen Geräte müssen mit derselben Sample-Rate arbeiten.
SMUX
Sample Multiplexing. Ein Verfahren zur Übertragung von Audio mit höheren Sample-Rates über ADAT.
Bei 88,2 oder 96 kHz überträgt jeder ORIA-ADAT-Eingang vier statt acht Kanäle.
Solo
Ein Bedienelement, mit dem der ausgewählte Lautsprecher oder die ausgewählte Lautsprechergruppe hörbar bleibt, während die anderen Lautsprecher ausgeschlossen werden.
SoundID Reference
Von Sonarworks entwickelte Software zur Lautsprecher- und Raumkalibrierung.
In SoundID Reference erstellte Kalibrierungsprofile können auf den integrierten DSP von ORIA übertragen werden.
Speaker Calibration
Der Vorgang, bei dem EQ-, Ausgangs-Trim-, Delay- und Crossover-Einstellungen angewendet werden, um Unterschiede zwischen Lautsprechern, deren Positionen und dem Hörraum auszugleichen.
Speaker Configuration
Die Anordnung der Lautsprecher eines Monitoring-Systems, beispielsweise Stereo, 5.1, 7.1.4 oder 9.1.6.
Bei einem Format wie 9.1.6 gilt:
- 9 steht für die Lautsprecher auf Ohrhöhe.
- 1 steht für den LFE-Kanal.
- 6 steht für die Overhead- bzw. Höhenlautsprecher.
Speaker Group
Eine Gruppe zusammengehöriger Lautsprecherausgänge, die gemeinsam stumm- oder solo geschaltet werden können.
ORIA-Gruppen können Fronts, Sides, Heights, Subs und Stereo umfassen.
TASCAM Pinout
Eine DB25-Kanalbelegung für mehrkanalige Audioverbindungen.
Der AES-DB25-Ausgang von ORIA verwendet die TASCAM-Kanalbelegung.
Termination
Eine elektrische Last am Ende einer BNC-Word-Clock-Verbindung, die Signalreflexionen verhindert.
Nur beim letzten Gerät in einer Word-Clock-Kette sollte die 75-Ω-Terminierung aktiviert sein.
THD+N
Total Harmonic Distortion plus Noise. Eine Messung unerwünschter Verzerrungen und Rauschanteile, die durch Audiogeräte verursacht werden.
TOSLINK
Ein optischer Anschluss- und Kabeltyp.
ORIA verwendet TOSLINK-Anschlüsse für seine beiden ADAT-Eingänge.
Trim
Eine Pegelanpassung, die während der Kalibrierung auf einen einzelnen Lautsprecher oder ein gesamtes Profile angewendet wird.
USB Audio
Digital Audio, das zwischen ORIA und einem angeschlossenen Computer über USB übertragen wird.
Die USB-Verbindung von ORIA überträgt außerdem Steuerdaten zwischen der Hardware und ORIA Control.
Word Clock
Ein Synchronisationssignal, das digitale Audiogeräte mit derselben Sample-Rate und demselben Timing arbeiten lässt.
ORIA bietet separate BNC-Anschlüsse für Word Clock Input und Word Clock Output.